// Jagd auf den Roten Senat
So, als allererstes eine Durchsage:

Die Umsetzung der demokratischen Willensbekundung aka der Abgeordnetenhauswahl vom 20sep26 dauert. Und sie könnte jetzt daran scheitern, dass die PDL ihr Haus nicht vorher in einen geordneten Zustand brachte, aber auch daran, dass die anderen beiden potentiellen Koalitionäre irgendwie ein bisschen verklemmt sind. Ein Scheitern der rotgrünroten Regierung in der Bundeshauptstadt würde uns eine Menge unfreiwillige Politsatire vorenthalten und das wäre doch sehr sehr schademarmelade!
Also ich kann da beide Seiten schon verstehen. Einerseits wirken gerade die aktivistischsten Aktivisten der PDL wirklich etwas der Realität entrückt. Man sieht es an ihren Augen, aus denen der Aktivisteneifer funkelt. Zum Beispiel stellvertretend bei der Frau Vanessa E. Ihr wird nachgesagt, sie habe das Existenzrecht eines Staates (oder gar aller Staaten) in Zweifel gezogen und das gehe gar nicht. Also hat Frau E. durchaus sich dazu gerungen, eine Vereinbarung in der PDL zu unterschreiben, dass man staatliche Existenzen nicht mehr anzweifelt. Frau E. war/ist das menschliche Symbol für den Streit, leider ist gibt es aber noch den Neuköllner Bezirksverband, welcher irgendwie der auffälligste und auch einflussreichste Verband in der Berliner PDL ist, während andere Bezirksverbände, zumindest von außerhalb der PDL betrachtet, in der Diskussion nicht Teil haben.
Der Parteiverband Neukölln ist quasi das Texas der Partei Die Linke.
Mein Vorschlag an Frau E.: Stellen Sie sich vor eine der Kameras des rbb (die suchen sowieso händeringend nach Themen) und geben Sie nochmal ganz klar ein Bekenntnis ab. Könnte im Wahlkreis ein paar Sympathiepunkte kosten, würde aber der sich zaudernd zeigenden SPD sofort etwas Wind aus den Segeln nehmen.
Aus Sicht der möglichen Koalitionspartner kann ich deren Skeptizismus aber auch gut verstehen. Einerseits suhlt sich ein nicht unerheblicher Teil des meinungsstärksten Bezirksverbandes der Berliner PDL in offenem Judenhass, was im Anblick der deutschen Geschichte vielleicht auf jeden Fall kritisch gesehen wird, andererseits zeigt es halt auch, dass die Berliner PDL-Parteispitze nicht einmal ihre eigene Partei regieren kann, geschweige denn Berlin. Weil so eine Stadt zu leiten ist ja nicht einfacher.
Aber, aaaaaber. Alle Beteiligten müssen jetzt mal Butter bei die Fische die Pommes zur Currywurst packen. Denn wir wollen unterhalten werden. Die Legislaturperiode überlebt diese mögliche Regierung sowieso nicht, deshalb wollen wir, als Bürger, dass es endlich mal losgeht.
Also los, Leute. Ich mach mir jetzt noch ein dänisches Bier auf und dann erwarte ich Resultate.


