Sich in der BRD zu einer Musikgruppe zu bekennen, ist wie die richtige Kaufhalle wählen. Sie sind sofort eingruppiert, sortiert und markiert. Musik ist sogar so emotional beladen, dass sie damit ein Pariah werden können. Persona non grata und Abschiebung.
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Das hier geht raus an die Leute von der CRBN-Truppe.
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Ja, ich bin durchaus Grönemeyer-Fan und ich hörte die Toten Hosen etwa seit meinem 14. Lebensjahr. Jetzt ist das wohl aller-„letzte Studioalbum“ mit dem Titel „Trink aus, wir müssen gehen“ erschienen. Man lässt sich also die Hintertür offen, doch noch irgendwanneinmal was rauszuhauen. Nun, für den Abschluss gibt es von mir keine Häme, ich hörte die Musik (bis zu einem Gewissen Zeitpunkt) sehr gerne. Auch ich musste irgendwann feststellen, dass die neueren Alben nicht mehr meinen Geschmack treffen und das ist auch okay so. Geht mir bei Grönemeyer ganz ähnlich. Inzwischen bin ich tendenziell bei der „neuen deutschen Härte“ oder gar eher psychedelischeren Musikrichtungen angekommen. Punk geht aber immer. Mit Hip Hop oder Rap kann ich wenig anfangen.
Aber nun ist dieses letzte Studioalbum der Toten Hosen herausgekommen und ich muss schon sagen: Herr Frege, bitte folgen Sie mir zu Klärung eines Sachverhaltes.
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„Opium für’s Volk“ war die erste CD, die ich mir damals noch im Saturn-Markt unter dem Hotelwolkenkratzer am Alexanderplatz kaufte. Ich erinnere mich sogar an die Straßenbahnfahrt dahin, in einer GT6N-Doppeltraktion.
Das erste Lied, was mir aus „Was bleibt: Die Toten Hosen – Das letzte Album“ angespielt wird, entrüstet mich. „Ich liebe das Leben“. Ein Cover von und mit Vicky Leandros, lese ich später. Das kann auch wirklich in einer ZDF-Schlagersendung laufen. Was haben sich die Herren dabei gedacht? Wie ist das, sowas abzugeben? Wie fühlt sich das an? Denkt man sich dann „Ja, geil, das muss so, das ist richtig so“? Das Karussel wird sich weiter drehen, auch wenn wir auseinander gehen. Reim dich, oder ich schlag dich tot. Junge, Campino, Du musst mal wieder fachmännisch abgefüllt werden, dann macht man auch solche Scheiße nicht.
Und als jemand, der mit Grönemeyer groß geworden ist, ist man durchaus Schnulzen-geprüft, aber das war nix, Genosse Frege. Zeigen Sie mir bitte Ihren Personal- und Ihren Punkerausweis. Und ich bräucht bitte Ihre Krankenkassenkarte. Für den Schein. Privatversichert? Ah, danke.
Ja, tut mir ja leid, mein Musikgeschmack ist recht mainstream, damit müssen der Leser und ich wohl leben. Und für jemanden, der im Monat zusammengenommen etwa eine (1) Stunde Musik hört, ist das auch okay. Ich mochte als, zum Verdruss meiner Mutter, musikalischer Laie (und Fußballniete zum Verdruss meines Vaters) einfach gut gemachte Rockmusik mit links angehauchten, nicht ganz dämlichen Texten, die man auch gut im Auto hören kann. Mein jetziges Auto hat kein Radio. Vielleicht bin ich ja Teil des Hosenproblems.
Weiter geht es. „Wir trinken aus“. Frege, was ist los mit Ihnen? Das Alter zeigt sich hart. So richtig abrocken geht nicht mehr, die Stimmbänder, die Bänder in den Knien. Und das Gehör. Es darf wohl nicht mehr so richtig ballern, weil man dann wieder den Tinitus hört.
Ich hab auch Tinitus vom Punk. Ich war so zehn Jahre Crewmitglied und sechs Jahre davon der Erste Offizier der solidarischen Sanitätskompanie auf einem DIY-Punkerkonzert in Berlin und Brandenburg. Die ganzen Anarchisten und dazwischen ich. Wir haben Gute Arbeit geleistet. Erste Hilfe und gleichzeitig Punker-Hausarztpraxis.
Ich stand mehrmals zu dicht an den Boxen und auch ich lies mich mal treiben.
Vor so etwa 15 Jahren wurde ich in einem Berliner Club abgeladen, den es jetzt nicht mehr gibt. Das Watergate. Noch heute wundert es mich, dass die mich da überhaupt reinließen, aber ich wurde mitgeschleppt. Es war laut. Man hatte eine wunderbare Sicht auf die Spree. Ich erinnere mich nicht mehr, was meine Begleitung tat. Tanzen oder so?! Ich kann nicht Tanzen. Dieser preußische Körper hat dafür keine Faser übrig. Ich weiß, dass ich einen überteuerten Cocktail kaufte, an dem ich mich ewig fest hielt. Wenn es hier einen Fremdkörper im Raum gab, war ich das. Ich hätte auch in einem Raumanzug da stehen können, es hätte keinen Unterschied gemacht. Allen war klar, ich gehöre hier nicht hin. Heutzutage wäre ich entweder robuster im Umgang und würde mich einfach verweigern oder aber ich könnte mich ggf anpassen. Aber damals stand ich da wie ein Reh auf der Bundesstraße, das in das Fernlicht eines PKW starrt.
Ich passte noch nie in irgendeine Gruppe, ich bin immer in der (teils selbstgewählten) Außenseiterposition, aber das Punkding war für mich einfacher, weil ich dort einen Auftrag, eine Tätigkeit zu erfüllen hatte. Mir wurde von einer Genossin aus dem Kollektiv auf scherzhafter Weise mitgeteilt, ich sei ein Spießer. Das stimmt zwar nicht, aber darauf konnte ich nur anworten: immerhin „ein linker Spießer“. Ich vermisse das Punkfestival.
„Wir trinken aus“ ist als Begleitprogramm für das Album aber ein guter Imperativ. Nehmen sie eine 50€-Rotweinflasche, entfernen Sie den Verschluss und werfen ihn weg, setzten Sie einfach an und ziehen Sie das gute Zeug direkt aus der Flasche. Anders ist dieses Album nicht zu ertragen.
Der nächste Titel lässt schon nichts gutes erahnen. „Wie es früher einmal war“. Bitte, bitte keine weitere Hymne auf die Geschichte der Toten Hosen. „Helden und Diebe“ war damals noch nett. Kurz auf den Kurs blicken, den man so hat und das vielleicht auch zu hinterfragen ist legitim; außerdem mag ich es auch als Lied, so mit den Instrumenten und so. Verdammt Jim, ich bin Sanitäter, kein Musiktheoretiker, lassen Sie mich in Ruhe.
Unremarkable ist mein erster Gedanke. DTH Standardware 2026.
NEXT!
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Und jetzt sehe ich, dass das gar nicht die Albumabfolge ist. Witzig. Wurde mir von youtoube so angezeigt. Ich, Opfer und Täter in der digitalen Sphäre.
Aber die Lieder waren trotzdem wirklich übel. Schlimmer als das ist nur der Versuch von Serdar Somuncou als Liedermacher durchzugehen. Wahrlich keine gute Vorstellung.
Interessanterweise lässt sich das Album aber nicht abspielen. Okay, ich sollte es wohl kaufen müssen (was ich nicht tun werde). Was ich schon von den Titeln auf der Songliste befürchte, ist, dass es sich in den Liedern hier nur um sich selbst, die Toten Hosen, dreht. Und das sind immer die furchtbarsten Lieder dieser Musikkompoisition.
Aber vielleicht bleibt einem ab einem gewissen Einkommen auch nichts übrig. Campino ist jetzt irgendwie Teetrinker und nimmt zwar wohl noch Psychedelika, aber nur in kontrolliertem Rahmen.
Diese Kritik ist nicht sonderlich freundlich – und dabei mag ich die Toten Hasen. Wirklich. Wenn man mich im Auto zB zum richtig laut Mitsingen anstiften möchte, dann legen Sie „Opium fürs Volk“ oder „Auswärtsspiel“ in den CD-Player. Auch HEY, HIER KOMMT ALEX reißt mich mit, allein schon, weil ein sehr guter und aktiver Genossse so heißt, und immer wenn ich mit der wunderbaren Frau, die mich durchs Leben begleitet, in einem Einkaufszentrum stehe, muss ich sofort an KAUF MICH wenn du mich benutzt hast, schmeiß mich einfach weg, geh nich an mir vorüber, vielleicht kommen wir ins Geschäft denken.

Screengrab aus dem Musikvideo zu KAUF MICH
Die Jungs sind jetzt auch alle etwas älter geworden. Campino ist 63. Dreiundsechzig. Selber hat man damit auch ein paar Kilometer gemacht.
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KAUF MICH JETZT
BEZAHLE SPÄTER
IM RATENANGEBOT
Ich schreibe das hier wohlwollend und voll der Sorge, die man auch um einen etwas irrlichternden Verwandten hat. Auch war ich noch nie der Typ, der eine Krise schob, weil eine Musikproduktionsvereinigung nicht exakt bei dem Sound bleibt, mit dem sie ihr erstes Machwerk zusammensetzten. Und Sie fragen sich ob das noch Punkrock ist oder wie man sowas eigentlich nennt war bei mir noch nie Programm, weil es spätestens ab „Unsterblich“ klar war, dass das eben kein Punkrock mehr ist und es ist auch okay. Aber dennoch erwarte ich eine gewisse, auch ideologische, Geradlinigkeit.
Campino ist öffentlich bekennender Grünenwähler. Das ist definitiv kein Punk.
Man kann sicher eine gewisse Attitüde, eine Sicht auf die Welt, mitnehmen, aber man wird nie ein Punker bleiben, wenn man irgendwann einen Tourbus hat, der so dekoriert ist wie der Mannschaftsbus vom FC Bayern München.
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Tatsächlich beginnt das Album mit dem Lied „Hier sind die Toten Hosen“. Farin Urlaub von den „Ärzten“ mit Klavierbegleitung, dann wird es zusehens… wie soll Mann das beschreiben? Das Liedende soll dann wohl wieder etwas rock/roll sein, aber das ist es nicht.
Ich kann das alles nicht mehr.
Dann kommt „Wir waren nie weg“. Das nächste Lied, wo es vor allem um die Toten Hosen geht. Immerhin mit etwas pep, aber zu Ende hören kann ich es nicht. Wir sind hungrig, seid über 40 Jahren singt Herr Frege. Tja.
Jede Menge Parties und Drogen sowieso
Und auch mit den Frauen war meistens etwas los
Ich hab‘ wirklich tolle Freunde, man kümmert sich sehr nett
Und auf dem Friedhof ist der beste Platz reserviert für mich
Ich bin übersättigt.
„Die Ärzte“ mochte ich im großen und ganzen noch nie. Dieses hyperironische Spaßpunk-Ding einer Gruppe, die sich jetzt weigert alte Lieder wie „Fette Elke“ zu singen, weil es fat shaming wäre und viele der Mädels aufm „Ärzte“-Konzert fett sind. Man will sich ja nicht den Markt für sein Produkt kaputtmachen. Auch dieser ewige hihihi Schwulensex-Komplex der „Ärzte“ trifft wohl nicht meinen Humor. Bullenstaat war ein gutes Album, den Rest kann man eigentlich vergessen.
Okay, leiden wir weiter. „Die Show muss weitergehen“. Als Musikvideo. Am Anfang irgendeine Narration. Man sieht das Kottbusser Tor von oben. Das Kottbusser Tor? Mit einem GI/1E-Zug der BVG. Ich dachte die Typen kommen aus Düsseldorf? („Und wer wohnt schon in Düsseldoohoorf?! BOCHUM, ich…“ ja is ja gut.)
Und dann zeigt das Musikvideo einen jungen Fahrradkurier der sehr schnell AUF DEM BÜRGERSTEIG FÄHRT (sieht alles irgendwie KI-generiert aus), wie alle anderen Fahrradfaschos dieses Jahr auch und der dann völlig zurecht von den Bullen gefickt wird. Auf dem Gehweg fahren ist vielleicht punk, aber es ist auch unsolidarisch und außerdem heißt es GEHweg und nicht RADweg. Sich darüber aufregen ist auch nicht punk, aber ich war ja auch nie einer.
Dazu singt Campino, dass es ja irgendwie weitergeht. Weeeeiter-geeeeht. JA, richtig, GEHT! Auf dem GEHweg.
Dafür läuft die Joggerin auf der Straße und fast vor ein Taxi, in dem lesbische Teeniemädels kotzen. A-okay, das Musikvideo bildet den Berliner Straßenverkehr akkurat ab und es muss ja irgendwie weitergehen. Soll das Lied zu mehr Gelassenheit im Straßenverkehr aufrufen? Das finde ich lustig, war aber wahrscheinlich so nicht beabsichtigt. Ich bin okay, du bist okay, alle sind okay und geben ihr bestes. Danke für nichts. Und dann rennen im Musikvideo alle irgendwie um einen erstaunlich sauber aussehendes Kottbusser Tor.
Ich betone es nocheinmal, ich sehe die Toten Hasen wirklich wohlwollend. Aber dieses Album hat in mir schon so viel Widerwillen ausgelöst, dass ein Song schon ein richtiges Ding sein muss, um das wieder rauszureißen. Ich hatte ehrlich auf ein gutes, rockiges Album gehofft und ich bekomme eine Alte-Männer-Gruppe, die sich gegenseitig die letzte Salbung verpasst. Eigentlich bin ich ja selber Schuld, was hatte ich erwartet?!
„Schlechte Nachbarn“. Na geht doch. Bitte mehr davon. Auf der Bühne steht ein Heino-Double, Mutti hat schon einen im Tee. Ich sag ja nix, Herr Frege, ich sag ja nix. Warum nicht gleich so? Das ist rockig und unterhaltsam. Das Lied hat auch nicht so furchtbar gezwungene Reime und der Text beschreibt so eine Teltower oder Falkenseer Einfamilienhaussiedlung recht treffend. Erinnert thematisch an „Schöner Warten (auf den Tod)“ (es gibt so vieles auf der Welt im Angebot). Das ist tatsächlich das einzige Lied von dem Album, was mir gefällt. Übel.
„Lass mal nicht machen“ ist als Text nur halbwegs witzig, das Lied aber grausam. Im Rammstein-Pullover am Weltfrauentag. Oder mit König Charles im Bellevue dinieren.

Zu dem Lied kann der Konzertbesucher im Sitzen gut im Takt klatschen. Oder wenn es mal mit der Kohle klemmt, als Teilnehmer im Junglecamp. DIESES Tabu sollten Sie wirklich nicht brechen, Herr Frege, waren Sie ja schon bei King Charlie im Bellevue (oder war es das Adlon?).
Oder vielleicht doch?

Screengrab aus dem Musikvideo zu „Nur Nach Vorn“
„Nur nach vorn“ geht an mir vorbei. Berührt mich nicht. Ich kann ihnen zu diesem seichten Ding gar nichts sagen. Müsste ich es, würde ich wohl stammeln „Das Album ist bisher von Optimismus geprägt“. Alles (wird vorüber gehen) wird schon okay werden. Es wird okay. Nicht gut. Okay.
Das ganze Album hat irgendwie 42 Titel. „Keine Macht den Proben“. Meine erste Assoziation beim Lesen des Titels ist ein Coronateststäbchen, das in meinen Nasopharyngealraum geschoben und dann dreimal gedreht wird. Aber es ist wieder Selbstbeschäftigung, eher sogar Selbstbefriedigung. Ich möchte davon nicht Zeuge werden.
„Was ist mit uns los“. Bitte, liebe Leute. Ich zitiere Sie selbst: Lass mal lieber nich machen. Bitte nicht noch mehr Handanlegen an sich selbst. Bieeetteee!!! Oder es geht um so Beziehungssachen. Ich traue mich nicht so recht, auf Play zu klicken.
Es geht um den Zustand der Gesellschaft. Was ist mit uns los? Wir werden niemals einer Meinung sein, dass ist hier mit uns los. Durchaus auch ein Appell an mehr Solidarität, was selbstverständlich völlig korrekt ist, aber in dem Lied zeigt die singende Person sogar einen Anklang an Verfassungspatriotismus. Herrje. Aber gut, er würde heutzutage auch seinen Wehrdienst antreten.
Ich habe keinen Wehrdienst geleistet. Sechs Jahre Wehrersatzdienst im Katastrophenschutz, ihr Ficker, ihr könnt mich mal.
„Augen zu (es regnet Blumen)“ ist glaube ich über einen Besuch beim Wachkomapatienten. Und im Wachkoma bin ich hier auch so langsam, nur nicht auf Station 102i mit den von der Charité anscheind per Quote geforderten blonden Krankenschwestern. Drücken Sie mal bitte auf den Stummschalten-Knopf am Monitor, um die Alarme zu unterdrücken.
Dü-dü-dü. Dü-düt. (If you know, you know).
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Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich halte das alles nicht mehr aus.
Meine vernichtendste Meinung über das bisher gehörte: es ist belanglos. Bis zu „Zurück zum Glück“ konnte ich mich tatsächlich auch hinsetzen und die Texte hören, mich in die Musik fühlen. Das war schon die Zeit, bei der viele andere mit den Toten Hosen abgeschlossen hatten.
Durch Zufall, ich glaube, durch ein Interview mit Campino in der taz, erfuhr ich vom Ende der Toten Hasen. Und ja, es berührte mich, auch wenn ich dafür bereits Spott einstecken musste. Ich mag Campinos Stimme, ich mochte den gitarrenlastigen Sound. Was mich später etwas entfremdete, war, dass irgendwie alles per Hintergrundchoral durch „die anderen“ Bandmitglieder begleitet werden musste, sich jedes einzelne Lied wie eine Fußballhymne anhörte. Und die Zunahme an Texten, die sich um die Band selbst drehten. Jede Musikgruppe macht das irgendwann und meistens kann man diese „wir gegen die Welt“-Lieder auch total vergessen. Hier auch. Ich wünschte, ich könnte positiveres Schreiben!
„Ich will“. Dass ihr mir vertraut. Ich will. Dass ihr mir glaubt. Ich will. Sie hätten lieber das Rammstein-Lied covern sollen. Aber ich will Ihnen prophezeien, zu diesem Lied werden Leute mit Tote-Hosen-Merchandise-Shirts tatsächlich heiraten. Ich besitze so etwas nicht.
Danach kommt wohl schon die B-Seite, oder so? Sie singen mit anderen. Gruppentherapie. Unter anderem mit einem furchtbaren Alphaville-Cover.
Außerdem Jürgen Engler von Male und den Krupps mit „Ampelstadt“ (kurz und knackig!) und Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten mit „Was ist ist“. Hier kann ich doch noch lobende Worte finden. Das Hosen-Cover mit der Bargeldbeteiligung bei „Was ist ist“ ist hart, schnell und haut rein. Daher auch gerne hier der direkte Link. Aber mit den Neubauten können Sie mich auch fast immer einfangen. Nur Campinos Stimme kann nicht so recht mithalten.
Aber bei mir ist Ende-Gelände. Ich habe wenig erwartet und wurde trotzdem enttäuscht. Glücklicherweise gibt es das Album auch auf youtube. Dank adblocker mit robustem MandatTM habe ich dafür kein Geld bezahlt. „Bis zum bitteren Ende“ war schon sehr prophetisch. Denn das Ende ist wahrlich bitter.
Die TOTEN Hosen. Sehr treffend. Das hier ist eine mit dem Leben nicht mehr zu vereinbarende Verletzung. Keine Reanimation, bitte, ersparen Sie uns das Leid.
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